Die „Löschzwerge Heuchelheim“ zwischen Himmel und Erde auf großer Fahrt

Die „Löschzwerge Heuchelheim“ zwischen Himmel und Erde auf großer Fahrt

 Ein Besuch auf dem Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Bad Vilbel (Kernstadt)

10.09.2011 – „Wenn der Melder piepst, ist jegliche Planung dahin.“Diese vertraute Erfahrung konnten wir an diesem Samstag auf eine ganz neue Art und Weise machen. Nicht unser eigener Melder ging auf, stattdessen der des Bad Vilbeler Wehrführers Mario Migdalski.

Nachdem wir – 5 Erwachsene mit sieben aufgeregten Löschzwergen im Gepäck – bei perfektem Wetter den letzten Ausflug des Jahres angetreten hatten und schließlich in Bad Vilbel am Stützpunkt eintrafen, wurden wir herzlich von Mario und zwei Feuerwehrleuten begrüßt. Nach einer ersten Vorstellung lernten wir das Gebäude mit dem Schulungsraum, der Floriansstube (dem Rückzugsort für die Einsatzkräfte), der Terrasse und den Umkleiden kennen. Auf besonderes Interesse stießen bei den Kindern jedoch die dortigen Duschräume. Vielleicht, weil man sie in diesem Ausmaß dann doch nicht zuhause findet. Anschließend ging es endlich zu den heiß begehrten Fahrzeugen in der Halle. Aufgeregt blickten die Kinder, vor allem die ‚Neuen‘, mit riesengroßen Augen auf die verschiedensten Einsatzfahrzeuge. Um die Wissbegier zufriedenstellend zu stillen, zeigte und erklärte unser Betreuer alle Fahrzeuge der Reihe nach. Besonders der Rüstwagen und die Drehleiter, vor allem aber die vielen verschiedenen Abroll-Behälter, die mithilfe der Wechsellader-Fahrzeuge an Einsatzstellen im ganzen Wetteraukreis gebracht werden können, begeisterten Kinder wie Betreuer. Einblicke in echte Feuerwehrarbeit, die in einer so großen Stadt teilweise mehrmals die Woche gefordert ist, erhält man selten: Chemikalien-Schutzanzüge (CSA), ein Wagen voller Kanister mit Schaumbildner etc.

Nicht zu toppen war allerdings das Angebot von Mario, dass jedes Kind sich in ein von ihm selbst ausgesuchtes Auto setzen dürfe. Gesagt, getan – nur Sekunden später konnten wir nur noch die Kehrseite der Kinder bewundern, die schon im Laufen um die besten Plätze feilschten. Und so wurden Fahrersitze der Großen von den Kleinsten mit strahlenden Augen in Besitz genommen und schließlich die Wärmebildkamera ausprobiert. Der daran anschließende Gang durch den Raum, wo benutzte Schläuche gewaschen und gewartet werden führte am Ende zum Schlauchturm, in dem die Schläuche schließlich vertikal nach unten hängend getrocknet werden. Nicht zu halten waren die Kinder auch beim Erklimmen des Schlauchturmes, um dann einen Blick von einem der eingebauten Balkone werfen zu können, von denen sich die Teilnehmer des Truppführer-Lehrgangs und die Bad Vilbeler Feuerwehrleute abseilen müssen.

An diesem Punkt ging der Melder von Mario auf, ein echter Einsatz mitten in der Führung – für die Kinder etwas Neues, die sonst keine Einsätze miterleben. Es ließ sich nicht ändern, unser Betreuer wurde an einer Einsatzstelle gebraucht, aber die beiden Kameraden bzw. die Kameradin konnten uns mit dem (fast) letzten Punkt der Besichtigung darüber hinwegtrösten: dem Drehleiter fahren. In Dreier-Gruppen fuhren die Kinder in die Höhe, den Wind um die Nase und die tanzenden Sonnenstrahlen auf der Haut, konnten sie den Blick über Bad Vilbel und die umgebende Region schweifen lassen. Das Gefühl der Freiheit und der endlosen Weite begeistert eben immer wieder aufs Neue!

Als letztes sahen wir uns noch das Boot der Feuerwehr, das Vorauslösch-Fahrzeug und die Funkzentrale an, dann war unser Besuch auch schon zu Ende. Das traditionelle Geschenk als Erinnerung an unseren Besuch, das T-Shirt mit Logo und Unterschriften, übergaben wir anschließend als Dank für die super Führung. Kurz vor der Abfahrt kam schließlich auch Mario wieder vom Einsatz zurück und verabschiedete sich von uns. Mit einem Bus und einem PKW voller zufriedener und glücklicher Löschzwerge verließen wir Bad Vilbel – aber mit Sicherheit nicht zum letzten Mal!

Christiane

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