Verbandmull, Spritzen, Coldpacks & Co.

Verbandmull, Spritzen, Coldpacks & Co.

Die „Löschzwerge Heuchelheim“ zu Besuch beim Deutschen Roten Kreuz in Wölfersheim.

Lange schon hatte man diesen Besuch geplant, aufgeregte Erwartung lag in der Luft. An diesem Samstag würden wir endlich einmal die Arbeit einer anderen Hilfsorganisation kennenlernen- einer, deren Fahrzeuge auch Blaulicht und Martinshorn besitzen und über Funk und die Notrufnummer 112 erreichbar ist, deren Arbeit sich allerdings erheblich von unserer unterscheidet. Der Einsatzbefehl der Rettunsdienste kommt meist vor dem der Feuerwehr. Dennoch arbeiten beide sehr eng zusammen. Und genau deshalb wollten wir den Kindern die Arbeit des Roten Kreuzes einmal näher bringen oder besser gesagt näher bringen lassen. Nachdem mit dem Bereitschaftsleiter Martin Kraiker vom DRK Wölfersheim ein Termin gefunden war ging es los. Am 11.09.2010 starteten wir mit dem neuen MTF gen Rettungswache.

Dort angekommen wurden wir herzlich begrüßt und danach in die „Geheimnisse“ der Rettungsdienstarbeit eingeführt. Und plötzlich konnte man sich zu all den medizinischen Fachbegriffen, wie man sie in Fernsehserien und Zeitschriften zu hören bekommt, ein Bild machen. Intubationsbesteck und Medikamente, Kuscheltiere und die Nadel für einen sogenannten Zugang lernten wir auf unserem „Ritt“ durch die Medizinwelt kennen. Ein Highlight waren die Auslösung zweier Kühlkompressen, den Coldpacks und die Demonstration der Blutzuckerwertbestimmung bei unserem „Betreuer“. Aber neugierige und interessierte Kinder lassen sich natürlich auch nicht bitten, wenn man ihnen anbietet, Puls und Blutdruck zu messen. Also steckten sich alle Kinder samt  Eltern und Betreuern den Pulsmesser an den Zeigefinger.

Neben der Inneneinrichtung war noch eine Demonstration der Krankentrage angesagt. Ob Schaufeltrage oder Vakuummatratze- die Kinder durften alles anfassen und bestaunen, die Vakuummatratze sogar testen. Der gute Gregor fand sich- Ruck Zuck in das gute Stück verpackt und durch das Vakuum festgeschnürt- jedoch schnell in der senkrechten Position wieder. Wenn auch bewegungsunfähig. Zweifellos einer der Gründe dafür, dass sie bei Patienten mit (möglichen) Wirbelsäulenverletzungen zur Anwendung kommt.

Die Kinder jedenfalls hatten ihren Spaß, sogar mit Blaulicht und Funkgerät am Ende des Besuches.

Alles in Allem ein sehr schöner Besuch, der einige Missverständnisse und Unklarheiten bei den Erwachsenen beseitigt hat und den Kindern „einfach“ nur gefallen hat und sie mit einem Grinsen im Gesicht den Rückweg angetreten haben…

Christiane

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